danke, thank you, merci, grazie
Die schwierige Frage nach dem Dankeschön hat sich das Exzellenzblog gestellt und dazu zu einem Blogkarneval aufgerufen. Und uns hat die Idee gefallen und wir haben das Mitmachen zugesagt.
Wir haben es uns leicht gemacht. Wir haben unsere Autorin Nessa Altura gefragt und das hat sie geantwortet:
Ich bin ein Fan der klassischen thank-you-note. Wenn ich irgendwo eingeladen war, schicke ich hinterher meist ein Postkärtchen (witzige Postkarten sammle ich auf Messen o.ä. ein). Das gilt im Privaten, im Geschäftsleben ist es schon schwieriger.
1. Der richtige Zeitpunkt: Bei kleinen erfreulichen Begebenheiten genügt eine Mail direkt im Anschluss daran, Betreff: dankeschön. Nur nicht aufschieben, sonst ist der Anlass in Vergessenheit geraten.
Kritisch ist der Rundum-Dank für ein ganzes Jahr positiver Geschäftsbeziehungen. Üblicherweise erledigt man das mit der Weihnachtspost. Aber wie dem Dilemma entgehen, dass alle das so machen? Muss man nicht fürchten, dass der eigene Dank in der Masse der Weihnachtsgrüße untergehen wird? Ich habe mich deshalb für die Zeit zwischen den Jahren entschieden. Da hat der Mensch ein paar Feiertage am Stück, bekommt keine Post, weil das allen anderen auch so geht, und ist vielleicht geneigt, ein bisschen zu schmökern: in den neuen Büchern, in den Briefen, in meinem Brief. Zudem ist nicht jeder gewillt, ein christliches Fest zu feiern, dem Jahreswechsel aber entgeht keiner. Und genau dazu will man ja gute Wünsche schicken … für die gute Zusammenarbeit im vergangenen Jahr bedankt man sich doch, weil man sich für die Zukunft das Gleiche erhofft.
2. In welcher Form? Das, was Autoren können und vermitteln wollen, ist ja die Tatsache, das sie Wort und Schrift beherrschen, und zwar besser als andere. Was liegt also näher als eine Geschichte zu verfassen, die neu ist und spannend und geheimnisvoll und kurzweilig? Ich denke lange vorher über diese Geschichte nach, denn sie wird Einfluss haben auf die zukünftigen Beziehungen.
3. Um welchen Preis? Bei Hunderten vom Empfängern darf der Gruß nicht ins Geld gehen - ein 55-cent-Porto muss genügen. Ich nehme also ein schlichtes Din-à-4-Blatt, bedrucke es dreispaltig im Querformat und erhalte so auf Vorder- und Rückseite 6 Spalten, in die meine Story hineingezwungen werden muss. Das gibt mir die Länge vor, das macht die Sache knifflig. Auf der Vorderseite lasse ich in der Mitte eine Spalte frei, das gibt den Raum für den handschriftlichen Dank. Handschrift muss sein, der Text ist ja bei jedem Empfänger anders und die guten Wünsche müssen persönlich sein, wenn meine Post geschätzt werden will. Dann falte ich das Blatt so, dass man die handschriftliche Spalte zuerst sieht, wenn man den Brief öffnet. Dreifach gefaltet, ins Couvert geschoben, adressiert, frankiert und nach Weihnachten in den Postkasten damit. Das ist alles.
4. Und wie ist das mit dem feedback? Gab es in meinem Fall immer reichlich. Und das spornt an. Die Story im kommenden Jahr muss noch besser, noch überraschender, noch fesselnder werden. Muss ein ganz anderes Thema haben. Man will ja zeigen, dass man sich entwickelt.
5. Schlussbemerkung: Ihnen fallen keine solchen schönen Geschichten ein? Pech für Sie. Aber dafür gibt es ja Autoren und Autorinnen. Das Netz wimmelt davon. Einfach anfragen! Über den Preis wird man sich schon einigen können …
Herzliche Grüße ans Excellenz-Blog! Man sieht, bzw. liest sich!
Am 23. November 2007 um 09:27 Uhr
[…] Autorin Nessa Altura erzählt aus Ihrer Praxis, wie sie ganz individuell Danke sagt, bzw. zeigt eine neue orginelle Methode, um einen wirklich […]
Am 5. Dezember 2007 um 23:44 Uhr
[…] Nessa Altura (Autorin von “Die 13. Klasse”) verbindet ihren Dankes-Beitrag gleich mit praktischen “Dankes-Tipps”, z. B. wie man spannende Weihnachtsgrüße verschickt. […]